Cinematic Studio Strings

Ich hadere schon eine ganze Weile mit mir. Ich würde gerne doch mehr orchestrale Musik machen. Nur leider sind die ganzen Sound-Bibliotheken, die ich mein Eigen nenne, nicht wirklich das, was ich mir vorstelle. Entweder, sie klingen billig, oder sie erfüllen einen so speziellen Zweck, dass sie einfach nicht für „normale“ Klassik reichen. Ein Beispiel:

Ich arbeite derzeit mit Alboin V Tundra von Spitfire. Diese Bibliothek hat den Untertitel „At the edge of silence“ – was schon ein wenig verrät, was diese Bibliothek machen möchte: leise Klänge. Ich liebe Tundra sehr. Aber es ist halt… speziell.

Und noch etwas ist daran, was mich daran hindert, richtig in die Klassik einzutauchen: Ich habe keine Kontrolle über die unterschiedlichen Register des Orchesters – also die Trennung von beispielsweise ersten und zweiten Violinen, Bratschen, Cellos und Bass. Tundra bietet die hohen Strings an und tiefen. Fertig.

CSS

Auf gutes Zureden habe ich mich also heute dazu entschieden, den ersten Schritt zu tun und die Cinematic Studio Strings von Alex Wallbank zu kaufen. Das ist der erste Schritt zu einem komplett Orchester. Diese Strings sind wirklich schön, haben einen wundervollen Klang und einige Artikulationen, mit denen man gut arbeiten kann.

Das Paket, welches am Ende herauskommt, ist sehr vollständig. Die Cinematic Studio Series beinhaltet neben den Strings noch:

  • Solo Strings
  • Piano
  • Brass
  • Woodwinds (kommt wohl bald)
  • Percussion (soll auch irgendwann kommen)

Der große Vorteil, wenn man alles aus einer Hand hat, ist, dass diese Bibliotheken gut zusammen passen. Sie sind einheitlich aufgenommen, in den gleichen Räumen, gleich abgemischt – das wird sicherlich gut harmonieren. Und nach und nach werden sich die Reihen des Orchesters füllen. Ich freue mich darauf. Bis spätestens Ende des Jahres soll alles vollständig sein. Und dann gibt es keine Ausreden mehr. Dann muss endlich mal was gutes entstehen!

Cinematic Studio vs. Spitfire Studio

Ich bin ein Fan von Spitfire Audio. Alles, was die anfassen, ist edel, innovativ und toll. Trotzdem musste ich eine Entscheidung treffen, für welches System ich mich entscheide. Warum ich diesmal nicht zu Spitfire gegriffen habe?

Die Vollständigkeit. Ja, auch Spitfire hat Solo Strings und was Percussion-mäßiges. Aber ich war mir halt nicht sicher, ob diese auch mit dem Studio Orchestra so perfekt zusammenpassen, da diese ja nicht in einem Bundle angeboten werden. Und außerdem ist Spitfire um einiges teurer – wenn auch bestimmt gerechtfertigt.

Defender ATP für Mac

Ich bin Apple- und Microsoft-Fan. Und damit gehöre ich gefühlt zu einer Minderheit, denn eine Menge Fanboys sind der Meinung, dass man nur „entweder / oder“ sein kann. Diese Denke ist Schwachsinn! Bei den beiden Herstellern ist dieses Mindset schon lange Vergangenheit – wie sich jetzt aufs Neue zeigt.

Microsoft hat in seinem Business-Cloud-Infrastruktur ein irrsinnig intelligentes und mächtiges Werkzeug implementiert, welches Unternehmen vor Cyber-Angriffen zu schützen sucht – Advanced Threat Protection. Dahinter stecken nicht nur bis zu sieben verschiedene Antivirus-Engines, sondern auch eine KI, die abnormales Verhalten von Dateien und Interaktionen erkennt und entsprechend reagiert. ATP ist nutzbar in Verbindung mit Exchange Online, OneDrive for Business und SharePoint Online. Seit einiger Zeit ist Windows Defender ATP das ultimative Tool, um auch die Endgeräte zu schützen.

Macs im Business-Umfeld

Immer mehr hält aber auch der Mac Einzug in die Geschäftswelt. Bisher hinkte der Mac in Sachen IT-Security dem Windows-System hinterher. Windows 10 ist einfach das sicherste Betriebssystem, was es gibt. Aber der Mac holt dank Microsoft auf.

Microsoft Defender ATP wird es in Kürze auch für den Mac geben. Das ist eine geniale Nachricht – gerade für mich, weil ich seit dieser Woche der erste und einzige Mac-User in der Firma gibt. Defender ATP bietet damit eine Menge Vorteile:

  • Auf dem Gerät läuft eine Antivirus-Engine, die Windows-Benutzer schon lange gewöhnt sind. Auch die Anwendung dazu soll genauso praktisch und übersichtlich sein, wie man das von Windows her kennt.
  • Die IT hat nun auch entsprechende Kontrolle über die Macs im Unternehmen – unabhängig vom MDM. ATP für den Mac reportet in das Microsoft Security-Center. Und damit greifen auch alle Alarme und alle Quarantäne-Funktionen.
Announcing Microsoft Defender ATP for Mac

Ich bin begeistert! Alle Mac mit dem macOS Sierra, High Sierra und Mojave partizipieren von Defender ATP. Es gibt eine Preview, die man beantragen kann. Man wird dann per Mail informiert, wenn die Funktion im Tenant freigeschaltet ist.

iPad mini-Fail

Gestern, so habe ich durch Zufall mitbekommen, wurde der Online-Store von Apple überarbeitet. Es sind ein paar Neuigkeiten hinzugekommen – neue iMacs, neue iPad Airs und – man staune – neue iPad minis.

Zunächst einmal begrüße ich es, dass das iPad mini jetzt doch noch mal ein Update erhalten hat. Es gibt in meinem Umfeld eine unfassbar hohe Anzahl von Menschen, die das mini lieben und schon lange auf was neues warten. Insofern von mir erst einmal Daumen hoch. 3 Mal schneller als der Vorgänger und nun auch mit Pencil-Unterstützung – das ist schon cool.

Allerdings halte ich diese Update trotzdem für einen Fehler. Gerade das mini hätte so viel mehr Potential gehabt. Zum Beispiel wäre es genial gewesen, wenn das mini so wie das Pro ein randloses Display bekommen hätte. So ein kleines kompaktes Gerät mit noch mehr Display – das wäre gut angekommen. In diesem Zuge dann auch noch FaceID, und das iPad mini wäre wirklich erwachsen geworden.

Ich wette, dass die Verkaufszahlen nicht so der Hit werden, weil das 5er im Grunde genommen den absolut gleichen Formfaktor hat, wie das viel zu alte Vorgänger-Modell. Und Apple wird dann sagen: „Das iPad mini will keiner, also stampfen wir es ganz ein.“ Und das wäre ein wahrhaft trauriger Moment. Ob es so sein wird weiß ich nicht, ist nur meine Befürchtung.

Die TouchBar ist wunderbar

Wenn man nach gut 11 Jahren einen neuen Mac in die Hand gedrückt bekommt, dann ist es durchaus zu erwarten, dass man sich irgendwie neu eingewöhnen muss. Einiges ist anders – und besser.

Hardware

Alles ist so schön leicht und dünn. Ja, das MacBook Pro hat sich in den letzten 10 Jahren durchaus verändert. Es fühlt sich aber immer noch nach einem Mac an. Ein schönes Gefühl.

Das, was aber meiner Meinung nach der größte Sprung ist, ist die TouchBar. Als die damals das erste Mal gezeigt wurde, gab es viele Rufe, dass diese Leiste so überflüssig wie ein Kropf ist. Keine Ahnung, ob sich das in der Zwischenzeit gelegt hat. Ich konnte bisher nicht mitreden. Jetzt weiß ich, das ist ein Meilenstein! Ich bin gespannt, wie sich die Bar in Verbindung mit Logic Pro X macht.

Software

Okay, das macOS ist auch neu für mich. Die letzten drei Versionen musste ich notgedrungen überspringen. Und so viel hat sich nun auch nicht geändert. Geradezu erschreckend wenig.

Nichts desto trotz: Siri gibt es für mich jetzt auch das erste Mal auf dem Mac. Und so, wie ich mich an Siri auf iOS gewöhnt habe, so wird sie ganz sicher auch schnell zu meinem alltäglichen Helferlein werden.

Und während alle Welt den Dark Mode von macOS abfeiert, mag ich den überhaupt. Ich mag schon keine dunklen Apps auf dem iPhone oder iPad. Das ist auf dem Mac nicht anders. Es fehlt mir einfach der Kontrast, und mir geht die Übersicht verloren. Aber wie so oft ist das Geschmacksache.

Alles in allem…

ich liebe ihn. Und ich bin sehr glücklich, endlich wieder mit einem angenehm schnellen Gerät zu arbeiten. Mein 2008er MacBook Pro läuft zwar immer noch hervorragend, aber bei diversen Anwendungen merkt man halt schon, dass er nicht mehr ganz frisch ist.

Deswegen: Danke Arbeitgeber für das Experiment „Mac im Microsoft-Umfeld“. Scheint ja doch einigermaßen zu klappen.