Evenant – Trailer Music Challenge

Mir bleibt momentan nicht viel Zeit, neue Musik zu produzieren. Das ist nicht schön, aber leider auch nicht zu ändern. Was ich habe in den letzten beiden Tagen hinbekommen habe, ist die Teilnahme an einer Trailer-Music-Challenge.

Es geht um einen Film-Trailer, der durch die Musik eine post-apokalyptische Stimmung erhalten soll. Mir war sofort klar, dass es eine Mischung aus orchestraler und elektronischer Musik sein muss. Manchmal hat man einen Lauf und die Ideen fallen einem aus dem Ärmel. So war es hier. Schlussendlich bin ich echt happy mit dem Ergebnis.

Ich bin gespannt, wie das Feedback ausfallen wird.

Nicht wundern: der Schluss des Videos sollte nicht vertont werden. Hier wird später dann eine Szene aus dem Film eingefügt. Musikalisch sind also die ersten 45 Sekunden ausschlaggebend.

Evenant ist eine Plattform für lernende Kreative. Unter anderem werden dort auch Trainings für angehende (Film / Trailer)-Komponisten angeboten. Mit diesem Wettbewerb war das eine richtig tolle Übung dafür.

Hania Rani

Immer auf der Suche nach neuen Künstlern, die meinen Musikgeschmack treffen, bin ich diesmal über Hania Rani gestolpert. Vielen Dank für den Tipp, lieber Stefan 🙂

Sie fällt in die musikalische Kategorie von Nils Frahm und Ólafur Arnalds. Das Piano möglichst frei von Verkleidungen, um auch die Mechanik des Instruments einzufangen. Ich liebe diese Art, weil man dadurch das Gefühl hat, direkt daneben zu stehen. Das macht diese Musik so unnachahmlich intim.

Besonders dieser Track hat es mir angetan.

Aufgenommen wurde das Album “Esja” in Warschau und Reykjavik. Scheinbar in sehr tollen Räumen, die eine wunderschöne Akustik bereithalten. Klar Hörempfehlung von mir!

Social Media

Seit nun einiger Zeit bin ich in nahezu keinem einzigen sozialen Netzwerk mehr vertreten – außer LinkedIn, was ich inzwischen beruflich mehr und mehr benötige. In den vielen Jahren davor war es bei mir ein großes Auf und Ab.

Es gab Zeiten, wo ich intensiv mit Twitter und Instagram gewerkelt habe, und diese wieder abgeschossen habe. Dann habe ich einige Zeit später wieder Accounts erstellt und diese dann ein weiteres Mal gelöscht. Ja, ich bin da sehr unstet.

Mein letzter Social-Media-Anfall dauerte sogar recht lange – mehr als zwei Jahre konstant. Twitter und Instagram waren so jeden Tag in Verwendung. Hinzu kam dann der Underdog Mastodon – einem dezentralen Netzwerk. Alles in allem habe ich gegen Ende des Jahres gemerkt, dass mir der Medien-Schwall erheblich zugesetzt hat. Man hängt halt schon irgendwie den Tag dran und konsumiert. Ich musste einen harten Cut machen. Also habe ich alles beendet. Und das war ein guter und wichtiger Schritt.

Ab und an packt mich so ein klein wenig die Sehnsucht nach Twitter – zumal dort eigentlich viele Informationen für meine Arbeit geteilt werden. Also ist die Versuchung groß. Ich versuche trotzdem, standhaft zu bleiben und mich dort nicht mehr anzumelden. Dafür überlege ich, vielleicht einen kleinen Podcast ins Leben zu rufen. Ist aber noch sehr ins Unreine gesprochen.

Fast Abo-frei

Ich möchte fast behaupten, dass ich in den vergangenen… naja… 8 Jahren?… immer irgendwelche Software-Abos hatte. Besonders in den letzten Jahren hat sich dieses Bezahl-Modell immer mehr durchgesetzt. Und ja, ich kann es den Software-Firmen nicht unbedingt verübeln.

Software zu bauen und weiterzuentwickeln kostet viel Zeit, Arbeit und Personal. Und je umfangreicher und größer eine solche wird, desto mehr auch dazu. Die wenigsten (privaten) Menschen nehmen gerne viel Geld in die Hand, um sich Software legal zu beschaffen, was sicherlich auch Grund für die Piraterie war, die es lange Zeit gegeben hat.

Inzwischen sind viele eher bereit, für eine Software, die sie gerne regelmäßig nutzen, ein Abo abzuschließen. Zumal sich diese auch oft monatlich kündigen lassen. So behält man den Überblick und arbeitet mit einem guten Gewissen. Und die vielen Software-Buden bekommen regelmäßig Geld rein, um weiter den Programmen zu arbeiten. Im Grunde genommen also eine Win-Win-Situation.

Von “Außer Kontrolle” zu “Alles im Griff”

Bei mir ist das aber etwas außer Kontrolle geraten. Teilweise war ich schon so weit, dass ich jeden Monat locker 60 bis 80 Euro hatte für meine Abos ausgegeben habe, bzw. das Geld für später zurücklegen musste. Hier musste eine Lösung her. Und an der habe ich in den letzten Wochen und Monaten gearbeitet. Jetzt bin ich nahezu Abo-frei. Was ist verschwunden? Hier ein kleiner Auszug.

You Need a Budget ($ 84.00 / Jahr)ist ein Tool, mit dem ich meine Finanzplanung gemacht habe. Jeden Monat hinsetzen und schauen, wieviel Geld man für welche Kategorie einplant. Das war wichtig für mich und hat mich einige Zeit begleitet. Mit MoneyMoney habe ich nun eine App gefunden, die mich nur einmalig € 30.00 gekostet hat. Sie ist zwar nicht so komfortabel und umfangreich, hilft mir aber trotzdem bei dem, was ich brauche.

Strava (€ 60.00 pro Jahr) ist jedem Sportler sicherlich ein Begriff. Als ich im vergangenen Jahr mit dem Rennradfahren begonnen hatte, wollte ich so eine Tracking-App. Nach und nach ist noch ein bisschen Hardware dazugekommen – ein GPS-Fahrradcomputer mit Trittfrequenz- und Puls-Sensor zum Beispiel. Wahoo liefert damit aber ebenfalls eine entsprechende Tracking-App mit. Die ist dann kostenlos. Gut, es fehlt halt die Social-Komponente. Ich werde es überleben.

Zwift schlägt in die gleiche Kerbe und richtet sich an Rennrad-Fahrer. Ist das Wetter schlecht oder generell Winter, kann man mit Zwift Indoor-Cycling machen und gemeinsam mit anderen Zwiftern virtuell fahren und sich gegenseitig herausfordern. Das macht schon Spaß, kostet aber mal eben € 12.00 pro Monat. Da ich einen Rollentrainer von Wahoo habe, verbindet der sich ebenfalls mit meinem Fahrradcomputer und zeichnet alles auf. Und dann wird halt keine virtuelle Strecke gefahren, sondern es läuft dann Netflix auf dem iPad.

Nun komme ich zu einer App, bei der es mir wirklich schwer viel: Ulysses – ein Markdown-Editor, mit dem ich viele, viele Texte und Notizen erfasst habe. Kostenpunkt: € 5.00 pro Monat. Als Ulysses auf ein Abo-Modell umgestiegen ist, bin ich schier verzweifelt. Aber wie oben schon erwähnt: bei dem hohen Qualitätsstandard und dem Eifer in der Weiterentwicklung kann ich den Schritt verstehen. Aber da mein Verfassen von längeren Texten eher weniger geworden ist, habe ich mich dann doch schweren Herzens dazu entschieden, dieses Abo nicht zu verlängern. Stattdessen nutze ich Microsoft OneNote, da dies in meinem Office 365 Paket eh inbegriffen ist und ich beruflich exzessiv damit arbeite. Der Flow geht dann halt privat weiter.

Was habe ich noch?

Es gibt allerdings ein paar Abos, die sind für mich obligatorisch. Für diese gibt es auch keinen Ersatz. Hier nur kurz aufgelistet:

  • Microsoft Office 365 Enterprise
  • 1Password
  • Netflix
  • Amazon Music Unlimited

Darauf kann und will ich auf keinen Fall verzichten. Insbesondere Office 365 Enterprise, weil ich darüber halt auch das IT-Management der Familie übernehme und seitdem eigentlich kaum noch irgendwelche “Support”-Anfragen bekommen. Es funktioniert einfach.

Sicherlich gibt es für 1Password auch kostenlose oder günstigere Alternativen, aber wenn es um den Sync und Einbindung in sämtliche Systeme und Browser geht, kommt rein gar nichts an 1Password heran. Insofern auch hier klare Empfehlung.

Alles in allem immer noch ein kleines Sümmchen, aber damit kann man gut rechnen. Und wenn man solche Werkzeuge wirklich tagtäglich in Verwendung hat, dann zahlt man das eh sehr gerne.