Evenant – Trailer Music Challenge

Mir bleibt momentan nicht viel Zeit, neue Musik zu produzieren. Das ist nicht schön, aber leider auch nicht zu ändern. Was ich habe in den letzten beiden Tagen hinbekommen habe, ist die Teilnahme an einer Trailer-Music-Challenge.

Es geht um einen Film-Trailer, der durch die Musik eine post-apokalyptische Stimmung erhalten soll. Mir war sofort klar, dass es eine Mischung aus orchestraler und elektronischer Musik sein muss. Manchmal hat man einen Lauf und die Ideen fallen einem aus dem Ärmel. So war es hier. Schlussendlich bin ich echt happy mit dem Ergebnis.

Ich bin gespannt, wie das Feedback ausfallen wird.

Nicht wundern: der Schluss des Videos sollte nicht vertont werden. Hier wird später dann eine Szene aus dem Film eingefügt. Musikalisch sind also die ersten 45 Sekunden ausschlaggebend.

Evenant ist eine Plattform für lernende Kreative. Unter anderem werden dort auch Trainings für angehende (Film / Trailer)-Komponisten angeboten. Mit diesem Wettbewerb war das eine richtig tolle Übung dafür.

Cinematic Studio Strings

Ich hadere schon eine ganze Weile mit mir. Ich würde gerne doch mehr orchestrale Musik machen. Nur leider sind die ganzen Sound-Bibliotheken, die ich mein Eigen nenne, nicht wirklich das, was ich mir vorstelle. Entweder, sie klingen billig, oder sie erfüllen einen so speziellen Zweck, dass sie einfach nicht für “normale” Klassik reichen. Ein Beispiel:

Ich arbeite derzeit mit Alboin V Tundra von Spitfire. Diese Bibliothek hat den Untertitel “At the edge of silence” – was schon ein wenig verrät, was diese Bibliothek machen möchte: leise Klänge. Ich liebe Tundra sehr. Aber es ist halt… speziell.

Und noch etwas ist daran, was mich daran hindert, richtig in die Klassik einzutauchen: Ich habe keine Kontrolle über die unterschiedlichen Register des Orchesters – also die Trennung von beispielsweise ersten und zweiten Violinen, Bratschen, Cellos und Bass. Tundra bietet die hohen Strings an und tiefen. Fertig.

CSS

Auf gutes Zureden habe ich mich also heute dazu entschieden, den ersten Schritt zu tun und die Cinematic Studio Strings von Alex Wallbank zu kaufen. Das ist der erste Schritt zu einem komplett Orchester. Diese Strings sind wirklich schön, haben einen wundervollen Klang und einige Artikulationen, mit denen man gut arbeiten kann.

Das Paket, welches am Ende herauskommt, ist sehr vollständig. Die Cinematic Studio Series beinhaltet neben den Strings noch:

  • Solo Strings
  • Piano
  • Brass
  • Woodwinds (kommt wohl bald)
  • Percussion (soll auch irgendwann kommen)

Der große Vorteil, wenn man alles aus einer Hand hat, ist, dass diese Bibliotheken gut zusammen passen. Sie sind einheitlich aufgenommen, in den gleichen Räumen, gleich abgemischt – das wird sicherlich gut harmonieren. Und nach und nach werden sich die Reihen des Orchesters füllen. Ich freue mich darauf. Bis spätestens Ende des Jahres soll alles vollständig sein. Und dann gibt es keine Ausreden mehr. Dann muss endlich mal was gutes entstehen!

Cinematic Studio vs. Spitfire Studio

Ich bin ein Fan von Spitfire Audio. Alles, was die anfassen, ist edel, innovativ und toll. Trotzdem musste ich eine Entscheidung treffen, für welches System ich mich entscheide. Warum ich diesmal nicht zu Spitfire gegriffen habe?

Die Vollständigkeit. Ja, auch Spitfire hat Solo Strings und was Percussion-mäßiges. Aber ich war mir halt nicht sicher, ob diese auch mit dem Studio Orchestra so perfekt zusammenpassen, da diese ja nicht in einem Bundle angeboten werden. Und außerdem ist Spitfire um einiges teurer – wenn auch bestimmt gerechtfertigt.