Social Media

Seit nun einiger Zeit bin ich in nahezu keinem einzigen sozialen Netzwerk mehr vertreten – außer LinkedIn, was ich inzwischen beruflich mehr und mehr benötige. In den vielen Jahren davor war es bei mir ein großes Auf und Ab.

Es gab Zeiten, wo ich intensiv mit Twitter und Instagram gewerkelt habe, und diese wieder abgeschossen habe. Dann habe ich einige Zeit später wieder Accounts erstellt und diese dann ein weiteres Mal gelöscht. Ja, ich bin da sehr unstet.

Mein letzter Social-Media-Anfall dauerte sogar recht lange – mehr als zwei Jahre konstant. Twitter und Instagram waren so jeden Tag in Verwendung. Hinzu kam dann der Underdog Mastodon – einem dezentralen Netzwerk. Alles in allem habe ich gegen Ende des Jahres gemerkt, dass mir der Medien-Schwall erheblich zugesetzt hat. Man hängt halt schon irgendwie den Tag dran und konsumiert. Ich musste einen harten Cut machen. Also habe ich alles beendet. Und das war ein guter und wichtiger Schritt.

Ab und an packt mich so ein klein wenig die Sehnsucht nach Twitter – zumal dort eigentlich viele Informationen für meine Arbeit geteilt werden. Also ist die Versuchung groß. Ich versuche trotzdem, standhaft zu bleiben und mich dort nicht mehr anzumelden. Dafür überlege ich, vielleicht einen kleinen Podcast ins Leben zu rufen. Ist aber noch sehr ins Unreine gesprochen.

Fast Abo-frei

Ich möchte fast behaupten, dass ich in den vergangenen… naja… 8 Jahren?… immer irgendwelche Software-Abos hatte. Besonders in den letzten Jahren hat sich dieses Bezahl-Modell immer mehr durchgesetzt. Und ja, ich kann es den Software-Firmen nicht unbedingt verübeln.

Software zu bauen und weiterzuentwickeln kostet viel Zeit, Arbeit und Personal. Und je umfangreicher und größer eine solche wird, desto mehr auch dazu. Die wenigsten (privaten) Menschen nehmen gerne viel Geld in die Hand, um sich Software legal zu beschaffen, was sicherlich auch Grund für die Piraterie war, die es lange Zeit gegeben hat.

Inzwischen sind viele eher bereit, für eine Software, die sie gerne regelmäßig nutzen, ein Abo abzuschließen. Zumal sich diese auch oft monatlich kündigen lassen. So behält man den Überblick und arbeitet mit einem guten Gewissen. Und die vielen Software-Buden bekommen regelmäßig Geld rein, um weiter den Programmen zu arbeiten. Im Grunde genommen also eine Win-Win-Situation.

Von “Außer Kontrolle” zu “Alles im Griff”

Bei mir ist das aber etwas außer Kontrolle geraten. Teilweise war ich schon so weit, dass ich jeden Monat locker 60 bis 80 Euro hatte für meine Abos ausgegeben habe, bzw. das Geld für später zurücklegen musste. Hier musste eine Lösung her. Und an der habe ich in den letzten Wochen und Monaten gearbeitet. Jetzt bin ich nahezu Abo-frei. Was ist verschwunden? Hier ein kleiner Auszug.

You Need a Budget ($ 84.00 / Jahr)ist ein Tool, mit dem ich meine Finanzplanung gemacht habe. Jeden Monat hinsetzen und schauen, wieviel Geld man für welche Kategorie einplant. Das war wichtig für mich und hat mich einige Zeit begleitet. Mit MoneyMoney habe ich nun eine App gefunden, die mich nur einmalig € 30.00 gekostet hat. Sie ist zwar nicht so komfortabel und umfangreich, hilft mir aber trotzdem bei dem, was ich brauche.

Strava (€ 60.00 pro Jahr) ist jedem Sportler sicherlich ein Begriff. Als ich im vergangenen Jahr mit dem Rennradfahren begonnen hatte, wollte ich so eine Tracking-App. Nach und nach ist noch ein bisschen Hardware dazugekommen – ein GPS-Fahrradcomputer mit Trittfrequenz- und Puls-Sensor zum Beispiel. Wahoo liefert damit aber ebenfalls eine entsprechende Tracking-App mit. Die ist dann kostenlos. Gut, es fehlt halt die Social-Komponente. Ich werde es überleben.

Zwift schlägt in die gleiche Kerbe und richtet sich an Rennrad-Fahrer. Ist das Wetter schlecht oder generell Winter, kann man mit Zwift Indoor-Cycling machen und gemeinsam mit anderen Zwiftern virtuell fahren und sich gegenseitig herausfordern. Das macht schon Spaß, kostet aber mal eben € 12.00 pro Monat. Da ich einen Rollentrainer von Wahoo habe, verbindet der sich ebenfalls mit meinem Fahrradcomputer und zeichnet alles auf. Und dann wird halt keine virtuelle Strecke gefahren, sondern es läuft dann Netflix auf dem iPad.

Nun komme ich zu einer App, bei der es mir wirklich schwer viel: Ulysses – ein Markdown-Editor, mit dem ich viele, viele Texte und Notizen erfasst habe. Kostenpunkt: € 5.00 pro Monat. Als Ulysses auf ein Abo-Modell umgestiegen ist, bin ich schier verzweifelt. Aber wie oben schon erwähnt: bei dem hohen Qualitätsstandard und dem Eifer in der Weiterentwicklung kann ich den Schritt verstehen. Aber da mein Verfassen von längeren Texten eher weniger geworden ist, habe ich mich dann doch schweren Herzens dazu entschieden, dieses Abo nicht zu verlängern. Stattdessen nutze ich Microsoft OneNote, da dies in meinem Office 365 Paket eh inbegriffen ist und ich beruflich exzessiv damit arbeite. Der Flow geht dann halt privat weiter.

Was habe ich noch?

Es gibt allerdings ein paar Abos, die sind für mich obligatorisch. Für diese gibt es auch keinen Ersatz. Hier nur kurz aufgelistet:

  • Microsoft Office 365 Enterprise
  • 1Password
  • Netflix
  • Amazon Music Unlimited

Darauf kann und will ich auf keinen Fall verzichten. Insbesondere Office 365 Enterprise, weil ich darüber halt auch das IT-Management der Familie übernehme und seitdem eigentlich kaum noch irgendwelche “Support”-Anfragen bekommen. Es funktioniert einfach.

Sicherlich gibt es für 1Password auch kostenlose oder günstigere Alternativen, aber wenn es um den Sync und Einbindung in sämtliche Systeme und Browser geht, kommt rein gar nichts an 1Password heran. Insofern auch hier klare Empfehlung.

Alles in allem immer noch ein kleines Sümmchen, aber damit kann man gut rechnen. Und wenn man solche Werkzeuge wirklich tagtäglich in Verwendung hat, dann zahlt man das eh sehr gerne.

iPad mini-Fail

Gestern, so habe ich durch Zufall mitbekommen, wurde der Online-Store von Apple überarbeitet. Es sind ein paar Neuigkeiten hinzugekommen – neue iMacs, neue iPad Airs und – man staune – neue iPad minis.

Zunächst einmal begrüße ich es, dass das iPad mini jetzt doch noch mal ein Update erhalten hat. Es gibt in meinem Umfeld eine unfassbar hohe Anzahl von Menschen, die das mini lieben und schon lange auf was neues warten. Insofern von mir erst einmal Daumen hoch. 3 Mal schneller als der Vorgänger und nun auch mit Pencil-Unterstützung – das ist schon cool.

Allerdings halte ich diese Update trotzdem für einen Fehler. Gerade das mini hätte so viel mehr Potential gehabt. Zum Beispiel wäre es genial gewesen, wenn das mini so wie das Pro ein randloses Display bekommen hätte. So ein kleines kompaktes Gerät mit noch mehr Display – das wäre gut angekommen. In diesem Zuge dann auch noch FaceID, und das iPad mini wäre wirklich erwachsen geworden.

Ich wette, dass die Verkaufszahlen nicht so der Hit werden, weil das 5er im Grunde genommen den absolut gleichen Formfaktor hat, wie das viel zu alte Vorgänger-Modell. Und Apple wird dann sagen: “Das iPad mini will keiner, also stampfen wir es ganz ein.” Und das wäre ein wahrhaft trauriger Moment. Ob es so sein wird weiß ich nicht, ist nur meine Befürchtung.

Die TouchBar ist wunderbar

Wenn man nach gut 11 Jahren einen neuen Mac in die Hand gedrückt bekommt, dann ist es durchaus zu erwarten, dass man sich irgendwie neu eingewöhnen muss. Einiges ist anders – und besser.

Hardware

Alles ist so schön leicht und dünn. Ja, das MacBook Pro hat sich in den letzten 10 Jahren durchaus verändert. Es fühlt sich aber immer noch nach einem Mac an. Ein schönes Gefühl.

Das, was aber meiner Meinung nach der größte Sprung ist, ist die TouchBar. Als die damals das erste Mal gezeigt wurde, gab es viele Rufe, dass diese Leiste so überflüssig wie ein Kropf ist. Keine Ahnung, ob sich das in der Zwischenzeit gelegt hat. Ich konnte bisher nicht mitreden. Jetzt weiß ich, das ist ein Meilenstein! Ich bin gespannt, wie sich die Bar in Verbindung mit Logic Pro X macht.

Software

Okay, das macOS ist auch neu für mich. Die letzten drei Versionen musste ich notgedrungen überspringen. Und so viel hat sich nun auch nicht geändert. Geradezu erschreckend wenig.

Nichts desto trotz: Siri gibt es für mich jetzt auch das erste Mal auf dem Mac. Und so, wie ich mich an Siri auf iOS gewöhnt habe, so wird sie ganz sicher auch schnell zu meinem alltäglichen Helferlein werden.

Und während alle Welt den Dark Mode von macOS abfeiert, mag ich den überhaupt. Ich mag schon keine dunklen Apps auf dem iPhone oder iPad. Das ist auf dem Mac nicht anders. Es fehlt mir einfach der Kontrast, und mir geht die Übersicht verloren. Aber wie so oft ist das Geschmacksache.

Alles in allem…

ich liebe ihn. Und ich bin sehr glücklich, endlich wieder mit einem angenehm schnellen Gerät zu arbeiten. Mein 2008er MacBook Pro läuft zwar immer noch hervorragend, aber bei diversen Anwendungen merkt man halt schon, dass er nicht mehr ganz frisch ist.

Deswegen: Danke Arbeitgeber für das Experiment “Mac im Microsoft-Umfeld”. Scheint ja doch einigermaßen zu klappen.