Mit der neuen europäischen Datenschutz Grundverordnung hat jedes Unternehmen, das personenbezogene Daten speichert und verarbeitet, eine Menge Arbeit. Es geht dabei darum, klare Prozesse, Transparenz und Fairness zu schaffen, wenn es um solche empfindlichen Daten geht. Ich habe mich beruflich eingehend mit dem Thema beschäftigen müssen und bin davon überzeugt, dass diese Verordnung richtig ist.

Ich bin mit diesem Blog hier keine Firma. Aber die Datenschutz Grundverordnung betrifft auch all jene, die ein Blog führen. Und wie schnell ist man dabei, Informationen über Besucher zu speichern, Cookies auf deren Rechnern abzulegen und anderweitige Daten zu sammeln! Deswegen ist es gerade jetzt wichtig, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Und das hier sind meine Gedanken und Doings.

Ich werden kein Statistik-Tool mehr einsetzen. Im Prinzip ist es mir vollkommen schnuppe, wieviele Besucher ich hier auf meiner Seite habe, welche Artikel am meisten aufgerufen werden, oder von wo die Besucher kommen. In erster Linie ist das hier meine kleine Welt. Wenn hier jemand was hier liest, ist das okay, wenn nicht, dann auch. Ich weiß, es gibt auch Statistik-Tools, die jegliche Daten anonymisieren, aber was solls. Ich brauche das einfach nicht.

Mit WordPress ist es nicht immer einfach. So habe ich mir einen Wolf gesucht, um das eine Tracking-Tool zu finden, dass hier irgendwo versteckt war. Und dann fand ich es: Gravatar ist ein fester Bestandteil, greift aber auf einen Dienst zurück, der scheinbar auch irgendwas im Hintergrund tut – und wenn es einfach nur irgendein Cookie-Zeugs ist. War aber auch schnell abgeschaltet. In diesem Zuge wiest Du auch vergeblich nach irgendwelchen Link-Buttons oder anderen Social Media Sachen suchen.

Und dann das Killer-Feature im Rahmen der DSGVO: Es gibt keine Kommentar-Funktion mehr. Die Verordnung sagt, man darf nur zwingend notwenigen Daten speichern und verarbeiten. Da in den letzten Jahren in keinem meiner Blogs groß kommentiert wurde, hielt ich das also für nicht zwingend notwendig. Ich komme also nicht in die Verlegenheit, Emailadresse oder eventuell Namen zu speichern.

Was ebenfalls inzwischen Pflicht geworden ist, ist das SSL-Zertifikat. Ich wollte das schon immer mal einbinden, bin aber nie dazu gekommen. Aber jetzt ist das endlich auch erledigt. Wer mir also über das Kontaktformular eine Nachricht schreibt, tut das nun auch verschlüsselt.

Frei Schnauze habe ich auch die Datenschutz-Erklärung formuliert und auf eine eigene Seite gepackt. Auch das ist inzwischen Pflicht (sogar schon sehr viel länger). Im Rahmen meiner Vorbereitungen auf die DSGVO ist das nun auch erledigt. Vielleicht ist der Part mit den Emails auch interessant für Dir. Schaue einfach mal drauf.