Heute musste ich auf meine Frau warten, während sie beim MRT war. Ich tat dies draußen, weil das Wetter einfach herrlich war. Ich saß auf einer Bank direkt neben der Regensburger Bahnhofstraße – dort, wo durchaus viele Autos fuhren.

Hunderte von Autos, Bussen, Motorrädern. Und sie alle machten fürchterlichen Krach. Wenn eine Ampel auf grün schaltete, brach die Hölle los. Lange nicht so schlimm, wie es in Berlin der Fall wäre, aber immer noch laut genug, um sich gestört zu fühlen. Selbst die Vögel stellten ihr Gezwitscher ein, als die Autos vorbeifuhren.

Es gab aber auch kurze Ruhephasen. Und in diesen passierte etwas, was mich faszinierte und auch ein wenig wachrüttelte: Einmal fuhr eine Zoe von Renault vorbei, und einmal ein Tesla Model X. Man hörte nur das leise Rauschen vom Abrollen der Räder. Ansonsten war alles still. Auch die Vögel zwitscherten weiter und merkten das Gefährt wahrscheinlich gar nichts.

Jeden, dem das vollkommen egal ist, scheint nur an sich selbst und seinen eigenen Vorteil zu denken. Er hat auf diesem Planeten eigentlich nichts zu suchen.

Ich weiß, das sind harte Worte. Und sage auch nicht, dass sich jeder ein Elektroauto kaufen muss. Das wäre weder möglich, noch sinnvoll. Aber jeder, der momentan vor der Entscheidung steht, welches Auto er sich zulegt, sollte sich ohne irgendwelche Vorurteile mit dem Thema Elektromobilität beschäftigen und Leute fragen, die sich damit auskennen. Aber das Thema abzutun und sich ohne Nachdenken für einen Verbrenner zu entscheiden, dass ist inakzeptabel.

Wir haben die Wahl.