Meine letzte Tour mit dem Rennrad war gestern vor einer Woche. Und auch nur, weil mir ein anderer Termin ausgefallen ist. Ich komme gerade recht selten dazu, mich aufs Rennrad zu schwingen, was mich etwas fuchsig macht. Denn ich merke, dass ich mich jedes Mal, wenn ich denn mal Zeit habe, schon fast durchringen muss, mich umzuziehen und das Fahrrad rauszuholen. Ich bin noch lange nicht so weit, als das sich bei mir sowas wie „Gewohnheit“ eingestellt hat.

Nichts desto trotz hatte ich mir bei meiner letzten Radtour einiges vorgenommen. Ich wollte Regensburg einmal umrunden. Und darüber hinaus hatte ich bei meiner Tour auch einige Höhenmeter geplant – solche, für die ich andere Radler aus der Umgebung schon etwas bewundert habe.

Die ersten Höhenmeter waren die „Weichslmühle“, dicht bei meinem Zuhause. Die Straße, die von der Donau hoch nach Pentling führt, hatte ich schon einmal gemeistert, allerdings dafür knapp 11 Minuten gebraucht – incl. vieler kleiner Pausen und einem Puls jenseits von Gut und Böse. Der Puls war auch diesmal sehr hoch, aber ich musste nur eine kurze Pause einlegen. Nach 8 Minuten war ich dann oben angekommen. Für mich also schon ein kleiner Erfolg. Und das zeigt mir, dass das Training wirklich was bringt. Man muss nur dran bleiben.

Die Umrundung von Regensburg war im Grunde genommen nicht wirklich spektakulär. Alles recht flach. Ein Teil verläuft auch ein wenig durch die Stadt (nördlich der Donau). Ist nicht ganz schön, aber okay. Besonders sehenswert ist die Brücke bei Regenstauf, die einen herrlichen Blick auf die Donau und die Walhalla bietet.

Die ganze Fahrt über hatte ich aber immer einen Feind vor mir – die letzte Etappe mit seinen Höhenmetern. Nittendorf war der erste Abschnitt – ein Dorf am Berghang mit gut und gerne auch mal 13% Steigung. Herausforderung für mich als Anfänger war, dass sich diese Strecke wirklich lang hinzog. Irgendwann überholte mich dann noch ein anderer Rennradfahrer mit ziemlich sportlichem Tempo. Niederschmetternd!

Als Nittendorf dann hinter mir lag und weiterhin ein paar enspanntere Meter absolviert waren, kam der nächste Hammer – der Aufstieg nach Eilsbrunn. Recht steil (auch gut und gerne 10%), aber nicht ganz so lang. Fast oben angekommen winkte dann aber ein kleiner Biergarten und ein frisches, kühles Radler. Von da an kamen dann nur noch die letzten 10 Kilometer zurück nach Hause. Am Ende waren es knapp 60 Kilometer Fahrt und über 500 Höhenmeter. Letzteres ein neuer persönlicher Rekord. Und bei all der Schufterei waren die gebotenen Panoramen wirklich atemberaubend.

Bei aller Anstrengung muss ich sagen: Nittendorf und Eilsbrunn sind zwar ein krasse Herausforderung für mich, aber irgendwie dann doch irgendwann hoffentlich machbar. Ich muss halt nur öfter fahren und mich mehr an die Höhenmeter wagen. Und irgendwann wird sich das Bergtraining auch auszahlen. Ich habe mir jetzt eine Hausrunde ausgesucht, die zumindest zwei Höhenetappen beinhalten. Ich hoffe, dass ich in dieser Woche ein oder zweimal dazu komme, sie auszuprobieren.