Derzeit ist Twitter immer noch mein favorisierter Social-Media-Kanal. Und nahezu (neben LinkedIn) auch mein einziger. Klar, es gibt vieles an der Strategie von Twitter, was mich ärgert und nervt. Sie gehen mit meinem Profil fast genauso dreckig um, wie Facebook es tun würde. Und ihr Umgehen mit Third-Party-Applikationen ist meiner Meinung nach unter aller Sau. Sich über Jahre hinweg die App-Hersteller bei Laune halten und eine wunderbare API anbieten und dann nach und nach den Hahn abdrehen. Das wird in Zukunft bestimmt die ein oder andere Bude in den Ruin treiben.

Bei all der Kritik muss ich aber sagen, dass Twitter für mich ein Hörrohr in die weite Welt ist. Gibt es irgendwo was Neuen, erfährt man es dort als erstes. Sämtliche Hersteller für mich interessanter Produkte (Gadgets, Software u.v.m.) sind dort vertreten und schreiben mehr oder weniger regelmäßig über Neuigkeiten. Ebenso auch Magazine und andere Blogger. Meine ganzen Lieblingskünstler aus Musik und Film sind ebenfalls dort zu finden. Es ist also wie es ist: auch wenn man eigentlich weg will, Twitter schafft es, mich zu halten.

Eine Unart, die mich allerdings immer mehr nervt ist, dass selbst irgendwelchen Technik-Blogger, Technik-Magazine und auch schon viele andere nicht bei ihren Themen bleiben, sondern mehr und mehr auch über Politik schreiben. Und das, was ich nicht in meiner Timeline sehe, ist alles, was damit zu tun hat. Es interessiert mich einfach nicht, oder macht mich unendlich wütend. Und ich weiß auch so, dass die Welt nicht mehr zu retten ist.

Ein Hoch auf die Mute-Funktion

Da es also nicht mehr reicht, einfach keinem zu folgen, der sich mit Politik auseinandersetzt, musste ich nun verstärkt mit der inzwischen doch ganz gut ausgereiften Mute-Funktion von Twitter arbeiten. Besonders in der Twitter-eigenen App (jaja, ich weiß, den finden die meisten auch blöd) funktioniert das ganz simpel.

Gibt es einen Tweet, der Hashtags oder einzelne Wörter enthält, die man nicht mehr in der Timeline sehen will, dann tippt man diesen Tweet an, so dass dieser einzeln zu sehen ist. Dann markiert man diesen Begriff, und schon wird einem angeboten, diesen stumm zu schalten. „Merkel“ – weg. „Trump“ – weg. Und zig andere Begriffe ebenfalls.

Möchte man verhindern, dass irgendwelche Accounts einem Tweets von anderen, nicht gern gesehenen Accounts in die Timeline spülen, einfach auch die entsprechenden Konten stummschalten.

Jetzt gerade habe ich das leise Gefühl, dass ich die richtigen Wörter getroffen habe. So allmählich fühle ich mich meine Timeline wohl und es wird angenehmer, entspannter, ruhiger.