Wer kennt das nicht. Man haushaltet irgendwie mit seinem im Monat zur Verfügung stehenden Geld und plötzlich kommt ganz „überraschend“ die Hausratversicherung, Unfallversicherung oder die GEZ um die Ecke. Und dann wird es plötzlich knapp. Ging mir viele, viele Jahre so, bis ich dann wirklich mal angefangen habe, etwas mehr in die Finanzplanung zu gehen. Jetzt wird jeden Monat für alle geplanten, späteren Zahlungen ein entsprechender Betrag zur Seite gelegt, um dann am Stichtag die Summe beisammen zu haben. Diesen gesammelten Betrag für alle nicht monatlichen Zahlungen habe ich dann immer auf ein extra Konto überwiesen.

Dieser Anwendungsfall bewog mich, vor längerer Zeit einen Feature-Request an N26 zu schicken – meiner Lieblingsbank. Feedback gab es bis dato keines, aber heute bekam meine Banking-App ein großes Update. Und siehe da: sie haben genau das gebaut, was ich mir gewünscht habe. Keine Ahnung, ob das auf Grundlage meiner „Geld-Parken“-Idee geschehen ist, oder ob das eh auf der Roadmap stand. Ist auch egal, ich bin wieder mal sehr glücklich!

Spaces

Wer das normale N26-Konto hat, kann bis zu zwei Unterkonten („Spaces“ genannt) erstellen. Wer Black- oder Metal-Kunde ist bis zu 10. Auf der Seite „Spaces“ in der App kann ich dann ausgehend vom Hauptkonto auf eines der angelegten Spaces wischen und dann den Betrag eingeben, den ich dorthin verschieben möchte. Fertig. Auf meinem Hauptkonto ist der Betrag dann als Geldausgang verbucht, allerdings mit einem entsprechenden Symbol, damit ich schnell sehe, dass das Geld nicht wirklich weg ist.

Zum einen ist das extrem praktisch für meinen Anwendungsfall. Zum anderen auch eine schöne Sache, um zu sparen. Ich kann pro Space obendrein ein Sparziel definieren. Mit dieser Methode kann ich also wirklich ganz gezielt für eine definierte Sache sparen – was man zum Beispiel für einen Urlaub oder einen neuen Computer tun kann. Habe ich ein solches Sparziel angelegt, wird mir auf der Kachel angezeigt, wie viel Prozent ich bereits erreicht habe.

Der Screenshot zeigt, wie die Seite für Spaces aussieht. Ich habe diese bisher nur angelegt, aber noch nicht mit Leben gefüllt. Aber ich denke, es zeigt, wie sich das mit den Unterkonten so darstellt. Meiner Meinung nach ist das ein sehr innovativer und ein großer Unterschied zu den klassischen Banken. Ja, ich habe ein richtiges Unterkonto (mit eigenem Kontoauszug), muss aber nicht mit irgendwelchen zusätzlichen IBAN-Nummern hantieren. Einfach mit einem Wisch Geld hin- und herschieben. So muss das sein.

Was derzeit noch nicht geht: eine Art Dauerauftrag erstellen, der automatisch Geld in den anderen Space schiebt. Vielleicht kommt das aber noch.

Fakt ist: Ich kann noch in dieser Woche zwei Konten bei anderen Banken leerräumen und kündigen, was voll in mein Simplify-your-Life-Schema passt.