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 Fitness+ nach zwei Wochen

Ach ja, die lieben Vorsätze. Wie oft sind sie schon in die Binsen gegangen, ohne auch auch nur die Chance eines Erfolgs gehabt zu haben. Aber dieses Jahr wird alles besser. Hoffentlich. Vielleicht. Zumindest strengt man sich an. So wie ich jetzt gerade alles daran setze, meine kleinen Sportabzeichen auf der Apple Watch zu erreichen. Und wie kann man sich besser motivieren, als Geld für ein virtuelles Fitness-Studio auszugeben!

Zugegeben, ich bin absolut unsportlich. Außer die paar hundert Kilometer Rennrad im Jahr, die ich auch nur bei schönem Wetter absolviere – tue ich gar nichts. Und das ist nicht gut, zumal ich im Grunde genommen den ganzen Tag nur sitze. Und das das umso mehr seit Beginn der Pandemie. Und deswegen war mein Vorhaben für dieses Jahr, zumindest etwas für meine Fitness zu tun. Und seit einigen Monaten ist nun Apple’s Fitness+ auch in Deutschland verfügbar.

Cool gemacht, teilweise aber heftig

Fitness+ gibt es schon eine ganze Weile in den USA. Und so sind nach und nach eine Menge verschiedener Fitness-Kurse in der App gelandet. Und man kann wirklich sagen, dass die Auswahl inzwischen ziemlich groß ist. Es gibt diverse Kurse in den folgenden Bereichen:

  • Meditation
  • HIIT (also Cardio)
  • Yoga
  • Core
  • Krafttraining
  • Pilates
  • Tanzen
  • Achtsames Cooldown

Wer einen Hometrainer, Rudergerät oder ein Laufband zu Hause hat, kann auch noch diese beiden Bereiche auswählen:

  • Radfahren
  • Laufband
  • Rudern

In jedem dieser Bereiche hast Du Videos von 5, 10, 20 ab und an auch 30 Minuten. Also je nach dem, wie man sich an dem Tag fühlt, kann man sich seine Kurse so zusammenstellen, wie man gerne möchte. Ich habe beispielsweise mit der Rubrik „Training für Anfänger:innen“ angefangen und konnte so die Krafttrainings, Yoga- und Kardio-Trainings kennenlernen – mit ganz leichten Übungen, die mir sehr gelegen kamen. Geschwitzt habe ich trotzdem.

Geht man dann aber in die anderen Kurse, geht es gleich ganz schön zur Sache – es wird auf jeden Fall anstrengen und sie fordern einen ganz schön. Dennoch wurde an jedes Fitness-Level gedacht. In den Sport-Sessions sind immer drei Trainer:innen zu sehen.

Vorne in der Mitte ist der oder die Kursleiter:in. Diese Person zeigt die Übungen und gibt Anweisungen.

Hinten links ist jemand zu sehen, der oder die die gleiche Übung in abgeschwächter Form macht. Ist man also noch nicht so fit, kann man sich an den Bewegungen dieser Person orientieren.

Hinten rechts ist dann noch der oder die dritte Trainer:in. Hier werden die Übungen in etwas fortgeschrittenen Zügen ausgeführt für all diejenigen, die bereits ein höheres Level haben.

Nichts desto trotz: Während die Anfänger:innen-Kurse echt gut sind, geht es dann in den weiteren Sessions echt heftig zu Sache. Wenn man also gerade erst beginnt, kommt man kaum hinterher und muss sich wirklich zwingen, sein eigenes Tempo zu machen. Ich habe auch ein Workout in der Rubrik „Tanzen“ gestartet und nach 3 Minuten abgebrochen. Nicht, weil es zu anstrengend war, sondern weil ich einfach nicht hinterhergekommen bin. Und so bleibe ich jetzt erst einmal bei der Kursen für Einsteiger:innen und baue so nach und nach meine Kondition auf.

Gar nicht so drüber

Nachdem die Kurse auch hier in Deutschland ankamen, konnte man schon erwarten, dass man sich an irgendetwas stört. So war die laute Stimme zu hören: „Hach, das ist mir alles so amerikanisch. Die Trainer:innen sind so typisch übermotiviert.“

Und was soll ich sagen? Empfinde ich gar nicht. Ganz im Gegenteil, ich empfinde die Art der Trainings sehr sympathisch. Na logisch feuert man sich da gerne selber an. Das macht ein:e Trainer:in im Fitnessstudio auch. Was ich aber irgendwie nett finde ist, dass die nicht die Übungen einfach so nach Schema F fahren, sondern selbst lachen und Späßchen und auch die Musik manchmal kommentieren. Man merkt auch, dass die Trainer:innen so ein richtiges Team sind und sich auch gegenseitig mit einbeziehen.

Alles in allem kann. ich sagen, dass die Kurse echt Spaß machen und einen motivieren, dran zu bleiben.

Verbindung mit der Apple Watch

Apple Fitness+ funktioniert ja nur, wenn man eine Apple Watch hat. Somit ist dieser Dienst eine Erweiterung für die Fitness-App auf der Watch und soll einen motivieren, mehr und mehr seine Ringe zu schließen. Die Frage war dann halt, wie man das AppleTV oder das iPad mit AppleWatch verbindet. Und die Antwort ist:

Es geht einfach.

Beim iPad war es so, dass die Fitness-App einfach mal kurz gesucht hat, und schon war hatte ich in den Kursen die Anzeige mit meinem Puls und meinen Kalorien-Verbrauch.

Beim AppleTV ging es ähnlich einfach. Nur dass ich auf der Apple Watch nochmal bestätigen musste, dass ich derjenige bin, der jetzt Sport machen möchte. Hätte meine Frau ebenfalls eine Apple Watch, könnte sie auch ihr Profil auswählen und schon wären zwei Geräte mit Fitness+ verbunden. Und schon sind wir wieder beim Thema Ökosystem. Es ist einfach das, wo Apple einfach ungeschlagen ist. It works.

Mein Fazit

Ich bin nach zwei Wochen täglichem Sport mit Fitness+ immer noch absolut begeistert. Die Kurse machen Spaß, sind abwechslungsreich und scheinbar kommen auch immer mal wieder neue Kurse hinzu. Natürlich wäre es cool, einen Hometrainer oder ein Laufband zu haben, aber das ist in unserer kleinen 3-Zimmer-Wohnung eher nicht so möglich.

Apropos Platz: Den braucht man trotzdem irgendwie. Bei den Übungen muss man sich schon gut und frei bewegen können. Ich habe die Übungen hier bei mir im Arbeitszimmer gemacht. Und mit meinen fast 1.90 m bin ich schon immer mal wieder mit den Füßen oder Händen an irgendwelche Stühle, Schränke oder Couches gekommen. Das wäre also meine Empfehlung, sich ein klein wenig mehr Platz zu machen. Die Sportmatte der Trainer:innen könnte ein Anhaltspunkt für den Platzbedarf sein.

Was kostet das ganze? 10 € pro Monat oder 80 € im Jahr. Das ist absolut fair, finde ich. Da ich eh ein Apple One-Abo habe, konnte ich das ein klein wenig aufstocken und habe nun für 29 € im Monat das volle Paket – für bis zu 6 Familienmitglieder. Alle Infos zu Apple Fitness+ findest Du in der entsprechenden Pressemitteilung.