Autor: Sascha Wübbena (Seite 2 von 5)

Höhenmeterdifferenzen

Freitag Abend sind mein Nachbar und ich spontan für einen kurzen Feierabend-Trip aufs Rad gestiegen. Als begeisterte und ambitionierte Rennradler sind wir beide gut ausgestattet. Nicht zuletzt auch mit einem Fahrrad-Computer, der uns via GPS ans Ziel führt und unser hartes Training für die Ewigkeit festhält – Kilometer, Geschwindigkeit, Höhenmeter und so weiter.

Nun mag man denken: wenn man direkt nebeneinander fährt, vom gleichen Standort startet und endet, dann sollten da annähernd die gleichen Werte im Computer herauskommen. Inbesondere bei den Höhenmetern klafften die Werte aber weit auseinander. Von dem halben Kilometer Gesamtstrecke mal ganz abgesehen.

Mein Nachbar besitzt das Modell Wahoo Elemnt Bolt. Ich habe vom gleichen Hersteller das etwas größere, nicht ganz so schicke, aber teurere Elemnt. Folgende Höhementer-Angaben purzelten am Ende der ca. 35 Kilometer aus dem Messgerät:

  • Elemnt: 108 Hm
  • Elemnt Bolt: 144 Hm

Ich haben keine Erklärung dafür. Soviel ich weiß, haben beide Geräte den Höhenmesser eingebaut und ziehen sich die Daten nicht aus irgendwelchem Kartenmaterial. Was läuft da also schief?

Also dachte ich mir, ich korrigiere meine Höhenmeter einfach in Strava. Ruft man da seine Aktivität auf, kann man oben rechts seine Daten für Distanz und Höhenmeter korrigieren. Dabei schaut sich Strava die GPS-Daten noch einmal an, gleicht diese mit dessen Kartenmaterial ab und überschreibt den aktuellen Wert.

Und „zack“, sind es 317 Höhenmeter. Die Verwirrung ist komplett und ich frage mich, wie ernst genau man diese Werte überhaupt nehmen kann. Gibt es eine verlässliche Quelle für sowas? Vertraut man da eher dem Kartenmaterial? Oder sind die eingebauten Altimeter zuverlässiger?

Ja, ich weiß. Es könnte mir egal sein. Aber als Radfahrer sind gerade die Höhenmeter die persönliche Trophäe. Wenn ich nach einer Tour nach Hause komme und voller Stolz die Anhöhe geschafft habe, an die ich mich noch nie rangetraut habe, dann möchte ich schon wissen: sind das jetzt 108 Meter gewesen, oder 312? Aber vielleicht versteht das auch nur jemand, der genau wie ich am Anfang seines Rennrad-Trainings steht.

Update

Auf meine Verlinkung dieses Artikels auf Twitter bekam ich von meinem damaligen Arbeitskollegen (der auch „ein klein wenig“ Rennrad-verrückt ist) einen Link, der sich mit dem Thema Höhemmessung beschäftigt. Lohnt sich wirklich, den mal zu lesen. (LINK)

Mindmaps mit Zen

Seit bestimmt 20 Jahren arbeite ich mit Mindmaps. Egal, ob ich ein Brainstorming mache, einen Vortrag mitschreibe oder halte – Mindmaps sind mein Werkzeug.

Ansprechende Software ist hier unerlässlich. Bisher habe ich lange und intesiv mit Mindnode gearbeitet. Mindnode gibt es für Mac, iPhone und iPad. Die Zeichnungen sehen wirklich toll und aufgeräumt aus und egal auf welcher Plattform, es ist super einfach zu benutzen. Es dauert eine Minute, um man hat alles verstanden. Ich war sozusagen Benutzer der ersten Stunde – ohne Unterbrechung.

Doch nun hat sich meiner Device-Struktur etwas geändert – ich bin halt nicht nur in der Apple-Welt unterwegs. Und damit fällt Mindnode nun leider raus. Ich musste lange nach einer Cross-Plattform-Alternative suchen. Die meiste Software unter Windows ist design-technisch eine Katastrophe. Und das obwohl Microsoft inzwischen eine brauchbare UI zur Verfügung stellt.

Am Ende bin ich dann doch fündig geworden. XMind ist bunter Hund in der Mindmapping-Software. Recht teuer, dafür aber auf so ziemlich allen Betriebssystemen zu Hause. Leider hässlich wie die Nacht.

… Bis vor einiger Zeit XMind:Zen veröffentlicht wurde. Die Benutzeroberfläche wurde gründlich aufgräumt und ausgemistet. Die Darstellung der Mindmaps sieht vergleichbar schick aus, wie bei Mindnode. Und hier und da kann man sogar sagen, dass die App auch unter Windows 10 Touch-fähig ist. Applaus, Applaus also!

Ich habe nun meine ersten Gehversuche mit XMind:Zen gemacht und bin geradezu begeistert. Unter Windows, macOS und iOS gibt es bereits eine Applikation. Android wird sich wohl noch etwas gedulden müssen. Oder kommt die App gar nicht? Ich habe es nicht herausfinden können. Aber für meine jetzigen Zwecke passt das Setting.

Einziger Haken: Während man bei Mindnode die App einmalig pro Plattform kauft, hängt bei XMind wieder mal eine Abo-Modell dahinter. Gute 25 € für die Desktop/iOS-Kombi zahlt mal alle 6 Monate. Das ist auf Dauer eine Menge Geld. Da kann ich nur hoffen, dass das Produkt ordentlich weiterentwickelt wird.

Bildnachweis
https://mindnode.com & https://xmind.net

Keine Insekten?

Der Sommer ist seit einiger Zeit endgültig da. Wir wohnen direkt unter dem Dach, was zur Folge hat, dass es hier recht warm wird. Nicht so war, wie unserer alten Dachgeschosswohnung, aber dennoch ziemlich.

Am Abend drängt es einen dann, die Balkontür weit zu öffnen und die kühle Abendluft reinzulassen. Das ist in der Regel aber eine schlechte Idee, weil man sich damit auch einiges an Insekten ins Haus holt – nicht zuletzt die allseits unbeliebte Mücke. Doch in diesem Jahr scheint all das kein Problem zu sein. Es gibt Abends keine Insekten in der Wohnung – egal, wie viele Fenster und Türen wir öffnen. Und das ist ehrlich gesagt…

… ein wenig erschreckend.

Ich mag die Viecher nun wirklich nicht. Aber dennoch erfüllen Sie einen Zweck in unserem Ökosystem. Und wenn sie fehlen, läuft irgendetwas schief. Es ist also keine gute Nachricht für die Natur.

Fall in Love

Solange ich denken kann, höre ich elektronische Musik. Meine Vater verkaufte damals sein Rennrad, um sich seinen ersten CD-Player zu kaufen. Und die erste Disc war „Synthesizer Hits“. Darauf waren bekannte Tracks von Jean Michel Jarre, Vangelis, Kraftwerk, Tangerin Dream und vielen anderen Pionieren der elektronischen Musik. Damit war meine Liebe zu dieser Art Musik geboren.

Im letzten Jahr habe ich selber begonnen, mit meinem Computer, einem Midi-Keyboard und Unmengen an Software Musik zu machen. Ich bin jetzt nicht mehr nur in der Rolle desjenigen, der die Klangteppiche und Sounds hört, sondern muss diese nun selbst kreieren. Und das ist oft sehr viel schwerer als mal denkt.

Aber dann hört man doch wieder mal nur hin. Und als ich über der folgende Video gestolpert bin, ist es um mich geschehen. Der Moog Mother-32 ist ein so wunderbarer Synthesizer! Warme Klänge, wundervolle Arpeggios… Aber hört selbst.

Mit dem Rad ins Büro

In dieser Woche habe ich angefangen, mit dem Rad ins Büro zu fahren. Das kostet mich eine Menge Überwindung, besonders am Morgen, wo es eigentlich so bequem ist, sich in den gemütlichen Ledersitz des Autos fallen zu lassen. Aber ich habe das jetzt den zweiten Tag geschafft und das Ergebnis ist grandios! Ich bin den ganzen Tag üer sehr viel aktiver und konzentrierter. Auch meine Stimmung ist besser.

Es ist wohl an der Zeit, anzuerkennen, dass Sport gut ist. Für den Körper und für den Geist. Ich habe es fast 40 Jahre versucht, zu ignorieren. Aber jetzt kann ich es nicht mehr.

Mein Arbeitsweg sind rund 9 Kilometer. Keine großen Höhenmeter, was sich daraus ergibt, dass ich einfach nur an der Donau entlangfahren muss, und auch sonst keine besondere Herausforderungen. Ich kann auf diese Weise einfach meine Fahrtgeschwindigkeit verbessern.

In diesem Zuge habe ich überlegt, mir sogenannte Aerobars für das Fahrrad zu kaufen. Sie sorgen dafür, dass ich etwas entspannter auf dem Lenker „liege“ und damit gleichzeitig tiefer bin, um den Fahrtwiderstand zu verringern. Wenn also jemand einen Tipp für gute und leichte Aerobars hat, immer her damit!