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Feiertags-Hitze

Letzten Donnerstag hatten wir hier in Bayern einen Feiertag. Zeit für einen Ausritt auf dem Rennrad. Am Nachmittag machte ich mich auf den Weg, zei Freunde abzuholen. Damit waren die ersten 14 Kilometer schon erledigt. Die Herausforderung waren die Höhenmeter in Richtung Pentling – 65 Meter mit teilweise 12% Steigung. Für einen Anfänger wie mich schon nicht ohne. Die Beine brannten, die Lunge wollte den Dienst quittieren. Mit einigen kleinen Pausen zwischendurch habe ich den Berg geschafft.

Der Rest der Tour war dann nicht ganz so anstrengend. Ich hatte eigentlich vor, ca. 70 Kilometer zu fahren, es kam aber anders. Zuerst wurde es richtig, richtig heiß – in der Sonne waren es knapp 40 Grad. Und dann, mit einem Mal, zog sich der Himmel zu und die ersten Blitze waren zu sehen. Nun ging es nur noch darum, möglichst schnell nach Hause zu kommen.

Und wahrscheinlich war das auch gar nicht so schlecht. Nach den geleisteten 45 Kilometern fiel ich erschöpft auf die Couch. Ich habe immer noch meine Grenzen. Und es wird noch eine ganze Weile brauchen, bis ich eine nach der anderen hinter mich lasse.

Zurück zur Stille

Heute musste ich auf meine Frau warten, während sie beim MRT war. Ich tat dies draußen, weil das Wetter einfach herrlich war. Ich saß auf einer Bank direkt neben der Regensburger Bahnhofstraße – dort, wo durchaus viele Autos fuhren.

Hunderte von Autos, Bussen, Motorrädern. Und sie alle machten fürchterlichen Krach. Wenn eine Ampel auf grün schaltete, brach die Hölle los. Lange nicht so schlimm, wie es in Berlin der Fall wäre, aber immer noch laut genug, um sich gestört zu fühlen. Selbst die Vögel stellten ihr Gezwitscher ein, als die Autos vorbeifuhren.

Es gab aber auch kurze Ruhephasen. Und in diesen passierte etwas, was mich faszinierte und auch ein wenig wachrüttelte: Einmal fuhr eine Zoe von Renault vorbei, und einmal ein Tesla Model X. Man hörte nur das leise Rauschen vom Abrollen der Räder. Ansonsten war alles still. Auch die Vögel zwitscherten weiter und merkten das Gefährt wahrscheinlich gar nichts.

Jeden, dem das vollkommen egal ist, scheint nur an sich selbst und seinen eigenen Vorteil zu denken. Er hat auf diesem Planeten eigentlich nichts zu suchen.

Ich weiß, das sind harte Worte. Und sage auch nicht, dass sich jeder ein Elektroauto kaufen muss. Das wäre weder möglich, noch sinnvoll. Aber jeder, der momentan vor der Entscheidung steht, welches Auto er sich zulegt, sollte sich ohne irgendwelche Vorurteile mit dem Thema Elektromobilität beschäftigen und Leute fragen, die sich damit auskennen. Aber das Thema abzutun und sich ohne Nachdenken für einen Verbrenner zu entscheiden, dass ist inakzeptabel.

Wir haben die Wahl.

Ausgepowert

Derzeit arbeite ich mit unterschiedlichen Computern. Auf der Couch habe ich mein iPad Pro 13 Zoll. Auf der Arbeit und meine Büroarbeit zu Hause werkel ich mit meinem Firmenrechner, einem Surface Book 2. Meine Musik mache ich mit meinem MacBook Pro. Und letzteres ist nun endgültig mein Sorgenkind geworden.

Das MacBook Pro ist aus dem Jahre 2008 – nach Adam Riese hat es 10 Jahre auf dem Buckel. Zwischendurch hatte ich mal den Arbeitsspeicher erweitert und die Festplatte durch eine SSD ersetzt. Er lief immer sauber und ordentlich, sogar meine Hochzeitsfotografie hat er vor ein ein paar Jahren locker weggesteckt. Und auch mit dem Musikmachen war er zuletzt noch erstaunlich stabil, wenn er auch ganz schön an die Grenzen gehen musste.

Letzte Nacht wunderte ich mich, dass im Arbeitszimmer kein bisschen Strom mehr war. Sicherung ist rausgeflogen. Aber warum? Es dauert nicht lang, da hatte ich den Übeltäter: das Netzteil meines MacBook Pro ist gestorben. Ich kann eigentlich ziemich stolz sein, dass es so lange gehalten hat. In meiner Zeit im Apple Store hatte ich täglich Kunden, die was weiß ich was mit ihren Netzteilen getan haben und diese bereits nach zwei Jahren im Eimer waren. Ja, ich habe einen guten Mac mit guter Peripherie erwischt. Aber nun: leerer Akku, kaputtes Netzteil, kein Musikmachen mehr.

Es ist ein MacSafe 1. Gibt es von Apple nicht mehr. Ich müsste also auf ein Billig-Netzteil zurückgreifen, welches bei Amazon zu Hauf angeboten wird (um die 40 €). Ich könnte auch ein MacSafe 2-Netzteil kaufen und dann diesen Adapter dazu erwerben (bis 200 €). Innerlich sträubst sich bei mir aber alles, für dieses alte Gerät noch irgendeinen Cent auszugeben. Ein neuer Mac ist momentan aber auch nicht drin. Insofern muss ich noch ein paar Nächte darüber schlafen, was ich nun machen werde.

Erste musikalische Entwürfe

Ich bin so happy, dass meine ersten Entwürfe in Sachen Musik online sind und nun auf meiner Musik-Seite angehört werden können. Es sind meine allersten Gehversuche und keiner dieser Track ist wirklich fertig oder zu Ende gedacht. Aber sie zeigen schon ein wenig meine musikalische Richtung. Ich hoffe, Du magst es (falls das überhaupt deine Musikrichtung ist).

Wenn Du mir Feedback dazu geben möchtest, kannst Du das gerne auf Twitter oder per Kontaktformular machen. Ich bin gespannt, was Du über meine ersten Versuche denkst.

All Strings Attached

Ólafur Arnalds ist einer meiner liebsten Musiker. Seine Musik geht mir tief unter die Haut, lässt mich entspannen und träumen. In dieser Woche startete er sein Welt-Tournee, beginnend in der Royal Albert Hall in London. Ein Foto davon, welches heute auf Twitter erschien, sah einfach fantastisch aus!

Ich bin sehr traurig, dass ich es wohl nicht schaffen werden, eines dieser Konzerte zu besuchen. Ich hoffe sehr, dass Ólafur ein kleines Filmteam dabei hat und eine Aufnahme des Tour macht. Das würde mich widerum sehr glücklich machen.