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Schlagwort: IT

Zweitausendsiebzehn

Tja, und schon ist es wieder vorbei mit dem Jahr. Und gefühlt war es das Jahr, dass so schnell vergangen ist, wie kein anderes. Klar, vielleicht sagt man das irgendwie jedes Jahr, aber diesmal war das Tempo echt heftig! Nicht zuletzt, weil sich in meinem Leben irgendwie ALLES verändert hat. Aber fangen wir mal von Vorne an.

Beruf

Bereits 2016 hatte ich meine neue Arbeit begonnen. Von September jenes Jahres an war jede Woche Pnedeln angesagt – zwischen Berlin und Regensburg. Kaum auszudenken, wie anstrengend das auf Dauer war. Jede Woche 1200 km auf der Autobahn, dazu ein komplett neues Arbeitsgebiet in Bereichen, die ich vorher nicht annähernd angegangen bin – das war schon eine harte Aufgabe.

Aber 2017 war beruflich gesehen ein unfassbar erfolgreiches Jahr für mich. Ich bin richtig bei der infoWAN angekommen und habe richtig viel Spaß hier. Die Themen Office365, Windows 10, IT-Security und die Dateschschutz Grundverordnung haben mich gepackt, begeistert und ich konnte mich hier zu einem Experten entwickeln. Durch meine vermehrte Tätigkeit auf Twitter und LinkedIn konnte ich mein Wissen gut mit anderen teilen, was mir ein paar sehr interessante Kontakte eingebracht hat.

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem Arbeitgeber echt bedanken für die Chance, die ich hier habe, mich frei zu entfalten, kreativ zu werden und in die Richtung marschieren zu können, die mir Freude macht und in der ich mich wohlfühle.

Privat

Nicht nur beruflich war alles (oder vieles) neu. Ich glaube, 2017 war das einschneidenste in meinem Leben. Im April zogen meine Frau und ich komplett nach Regensburg. Ich wollte schon immer aus Berlin weg. Ich gehöre der Fraktion, die diese Stadt auf den Tod nicht ab können. Es gibt halt nur die zwei Extreme: Entweder man liebt oder hasst diese Stadt. Nun habe ich den Absprung geschafft. Und ich kann nun aus eigener Erfahrung sagen, dass es schon ein Herausforderung ist, einen Umzug über diese Entfernung zu organisieren und durchzuführen. Und dann weg von der Familie, den Freunden, der gewohnten Umgbung. Und da ich ja auch nicht alleine bin, gehören auch immer zwei zu einer solchen Entscheidung dazu. Deswegen an dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an meine Frau, die diese Entscheidung mit getragen hat.

Wir leben jetzt wirklich traumhaft – mit Blick auf die Donau und inmitten wunderschöner Natur. Die Stadt Regensburg ist einfach herrlich gemütlich. Wir haben viele tolle Freundschaften hier und sind bereits nach kurzer Zeit wirklich heimisch geworden. Wir beiden empfinden im Nachhinhein den Umzug als großes Glück und bereuen nichts. Und ich glaube, mehr kann man nicht erwarten. Klar, einiges lief insgesamt nicht so rund, aber das ist wohl normal.

Gelernt

Es gab in den letzten 20 Jahren wohl kein Jahr, in dem ich so viel gelernt habe, wie 2017. Bis dato war das Thema IT so gar nicht meines. Aber die Lernkurve war hier extrem steil. Und ich bin noch lange nicht am Zenit des Wissen angekommen. So allmählich muss ich an den Punkt kommen, mich auf bestimmte Themen zu konzentrieren. Denn alles kann man bekanntlich nicht wissen.

Gelernt habe ich auch, dass ein Blick über den Tellerrand manchmal gar nicht so schlecht ist. War man vorher extrem verbohrt, was die Wahl der Computer-Systeme angeht, so musste ich nun begreifen: Es gibt kein Non-plus-Ultra. Egal ob Microsoft-Welt oder Apple-Welt – es gibt überall Vor- und Nachteile. Mein macOS ist für mich privat immer noch mein favorisiertes Betriebssystem. Hier möchte ich einfach nichts anderes haben. Im Unternehmensbereich allerdings hat Microsoft einfach ungeschlagen die Nase vorn. IT-Sicherheit und die Cloud-Systeme sind Apple in jeder Hinsicht voraus, an Innovationskraft unschlagbar. Und ja, ich fühle mich ein klein wenig freier, das erkannt zu haben. Ich bin inzwischen in beiden Welten zu Hause und glücklich damit.

Hobby

Nachdem ich lange Zeit nichts mehr an Freizeitbeschäftigung in Angriff genommen hatte, war es 2017 mal wieder an der Zeit, mir etwas Kreatives zu suchen. Die iPhone-Fotografie hat mich sehr beschäftigt. Durch die neue Heimat und die vielen neuen Eindrücke hatte ich genügend Gelegenheiten, zu fotografieren. Mein Instagram-Account erfreut sich großer Beliebtheit und wird weiterhin mit hoffentlich sehenswerten Fotos gefüllt. Ich finde, die iPhone-Fotografie macht unendlich viel Spaß und wird das auch in Zukunft tun.

Neu hinzugekommen ist die Musik. Ich hatte schon lange vor, Musik zu machen. Aber irgendwas ist ja immer. Nun habe ich mich durchgerungen und bin damit gestartet. Der Kauf eines großes MIDI-Keyboards (das Native Instruments Komplete Kontrol S88) und einer großen Sound-Library tragen dazu bei, dass ich für die nächsten Jahe genügend Raum zum Ausprobieren, Lernen und Arrangieren habe. Die ersten Versuche waren recht vielversprechend – kaum auszudenken, was passiert, wenn ich die Technik wirklich beherrsche 😉

Menschen

Wie man in den Wald hineinruft… Das zeigte sich auch dieses vergangene Jahr. Nach unserem Umzug in eine komplett fremde Umgebung galt es natürlich auch, neue Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen. Wir freuen uns riesig über die vielen, lieben Menschen, mit denen wir viel Zeit verbringen und die uns so wichtig geworden sind. Und wir ihnen. Sie alle haben einen großen Anteil daran, dass das Heimweh ausgeblieben ist.

Danke dafür!

Musik

Und da Musikhören ein wichtiger Teil meines Lebens ist, muss das jetzt auch hier rein. Da ich in diesem Jahr recht wenig Zeit hatte, mich da intensiver zu engagieren, wird daraus diesmal kein eigener Blogpost, so wie letztes Jahr.

Olafur Arnalds und Nils Frahm haben auch 2017 wieder begleitet. Ihre Musik fesselt mich, hat ich eigentlich mehr oder weniger durch das Jahr getragen. Hier und da kamen kleinere Neuveröffentlichungen raus, aber es waren doch eher meine Entdeckungen aus dem vorletzten Jahr, die ich gehört habe. Zeitlos schön und äußerst emotional.

In diesem Jahr veröffentlichte das Musiker-Duo Hammock ein neues Studio-Album namens „Mysterium“. Ein wunderschönes, melancholisches und unter die Haut gehendes Stück Musik. Überwiegend elektronisch, aber aufgenommen mit einem echt Chor. Auch die Geschichte hinter dem Album geht an die Nieren. Marc Byrd, der Gitarristvon Hammock, hat seinen 11jährigen Neffen verloren, der an einem Tumor starb. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf das Album zu hören, ist mehr als eine Gänsehaut wert. Mein Musik-Tipp des Jahres: „Mysterium“ von Hammock.

Fazit & Ausblick

Ja, 2017 war krass. Aber die meisten Entscheidungen waren ein großer Volltreffer. Deswegen kann ich diesem vergangenen Jahr ein gut gemeintes Thumb-up geben. Klar, die Erschöpfung aus den Veränderungen sitzt immer noch tief in den Knochen und es wird eine Weile brauchen, bis ich da wieder raus bin. Aber alles in allem lief es gut und bin dabei, meine „Mitte“ wieder zu finden. Etwas weniger Stress, etwas weniger Konsum der elektronischen Medien wird mir hoffentlich dabei helfen.

Und damit bin ich auch schon im Jahr 2018. Ich muss in einigen Dingen ein wenig kürzer treten um mich beieinander zu halten. Etwas klarere Strukturen, und das Wiederauflebenlassen meiner Todo-Listen (Getting Things Done). Auch das bessere Pflegen meiner Kalender soll mir das dabei helfen. Heißt nicht, ich will weniger tun, ich möchte es einfach nur strukturierter tun, und damit mein Leben etwas entspannter gestalten.

Und damit lesen wir uns dann im neuen Jahr wieder. Vielen Dank für das Halten der Treue und bis bald!

Wie kannst du nur?!

In den vergangenen Jahren hat es mich beruflich ganz schön durchgeschüttelt. Ich hatte eigentlich nicht vor, so häufig zu wechseln, aber es blieb nicht aus. Mit meinem letzten Arbeitgeberwechsel habe ich allerdings für allgemeine Verwirrung gesorgt, manche schienen gar paralysiert und geschockt. Wie könne ich nur meine Prinzipien über Bord werfen und auf die dunkle Seite der Macht wechseln? Nein, ich bin nicht weder Drogendealer geworden, noch arbeite ich für die Waffenindustrie und bin auch nicht zu Volkswagen gewechselt. Und trotzdem: immer, wenn ich erzähle, was ich so den lieben, langen Tag tue, herrscht auf der Gegenseite für einen Moment Stille. Mund und Augen stehen weit offen.

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